art

Kunst aus Kamerun
Walter scheint hier wirklich alles und jeden zu kennen. Schon so oft mussten wir mitten auf der Strasse anhalten, damit er irgend jemanden grüssen konnte. Heute wollte er uns mit dem Maler Evanson bekannt machen. Doch der letzte Besuch ist fünf Jahre her und die Stadt Bamenda hat sich seither gewaltig entwickelt. Zumindest kennen wir den Stadtteil, dachten wir uns und nach kurzem Fragen erklärt sich ein Mann mittleren Alters bereit, uns den Weg zu Evanson’s Haus zu zeigen. So funktioniert das hier ohne verlässlichen Stadtplan und Navigations-Gerät. Evanson, ein sehr charmanter junger Herr bittet uns sofort in sein kleines Atelier und beginnt sogleich von seinen Werken, seiner Inspiration und Motivation zu erzählen. Er erklärt uns, dass er beim Arbeiten an seinen Gemälden fast immer Musik hört, manchmal traditionell afrikanisch, manchmal modern europäisch-amerikanisch je nach Bild und Sujet. Auf seinen Knien sitzt dann normalerweise sein Sohn und schaut ihm zu. Als wir uns verabschieden, werden wir auf typisch afrikanische Art und Weise zum Nachtessen eingeladen, welches wir leider dankend ablehnen mussten. Einmal mehr sind schwer beeindruckt von der afrikanischen Herzlichkeit und Gastfreundschaft.